Jesus mit Lamm

Wohin wir auch gehen, Jesus begleitet uns

Glaube im Sonntagsgottesdienst erleben

Kirche heißt, gemeinsam Gottesdienst feiern

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Sommerlager - Tagesberichte (Teil 1)

Schlumpfhausen liegt am Bodensee! 

Nachdem die Leiter des Sommerlagers fleißig alles gepackt und am Freitag zusammen mit dem Aufbau-Team um Jürgen Hauser bei höchsten Temperaturen die kleine Zeltstadt aufgebaut hatten, konnten die Teilnehmer des diesjährigen Sommerlagers am Samstagmittag gleich ihre Zelte beziehen. Begrüßt wurden sie zuvor von einer Herde Schlümpfe, die sie mit einem kleinen Fötenspiel am Parkplatz in Bodman begrüßten (ein Dank an die beiden Flötenschlüpfe!). Nach dem Mittagessen hieß es Schlumpfhausen zu gestalten: wunderschöne Zeltschilder wurden von den Teilnehmern kreiert und auch eine wunderschöne Schlumpf-Lagerfahne entstand in fleißiger Gruppenarbeit. Leider war die Wettervorhersage für die ersten beiden Tage nicht sehr rosig: so zog pünktlich zum Abendessen ein Gewitter über das Mannschaftszelt hinweg. Doch die Schlümpfe groß und klein ließen sich die Stimmung nicht vermiesen. Unser Gitarren-Schlumpf Beni spielte auf und alle stimmten im Gesang mit ein. Nach dem Abendgebet, das uns den Charakter von Papa Schlumpf und seine Weisheit mit derselben Gabe des hl. Geistes verband, gingen alle zu Bett. Nur die Nachtwache teilte sich den Schutz von Schlumpfhausen auf und schlug sich die Nacht um die Ohren.

Der Sonntagmorgen begrüßte die Schlümpfe mit Regen und Kälte. Nach etwas Frühsport frühstückten die kleinen Blauen kräftig, um gestärkt ans Werk zu gehen. In verschiedenen Workshops arbeiteten alle fleißig: Tauben aus Kokosnussholz fertigen, eigenes Seifenduschgel herstellen, Armbänder und Speckstein gestalten. Immer wieder wechselte ein Regenschauer den anderen ab, doch Schlümpfe lassen sich von so etwas nicht abhalten. Der Höhepunkt des Abends war die Wanderung nach Bodman, wo wir in der uralten Peter und Paul Kirche gemeinsam mit Pfarrer Michael Schuhmacher Gottesdienst feierten: achten wir aufeinander und beten wir füreinander, war der Auftrag von Pfarrer Schuhmacher, als er Armbänder an die Teilnehmer des Zeltlagers verteilen ließ. Zurück auf dem Waldjugendcampingplatz Lipsental wurden die Schlümpfe mit dem Abendessen begrüßt, das Nicole Tischler-Hauser mit ihren Küchenschlümpfen gezaubert hatte. Zum Abendgebet wurde die fertiggestellte Schlumpf-Fahne gesegnet und feierlich gehisst. Damit ging ein zwar nasskalter, aber trotzdem ereignisreicher Tag zu Ende.

Für Montag war gutes Wetter angesagt und so kam es auch: Nach dem Frühstück und Gebet machten sich die Schlümpfe auf, um den Bodanrück zu erklimmen und Papa Schlumpf und Schlumpfine aus den Klauen von Gargamel zu retten. In verschiedenen Stationen kämpften sich die blauen Wichte durch und zeigten Mut, Stärke und Teamgeist. Nachdem ihre Mitschlümpfe gerettet waren, stärkten sich alle auf dem erreichten Berg und nutzten ihre Zeit und ihre Gemeinschaft mit Schlumpfspielen auf der großen Wiese. Wieder auf dem Zeltplatz angekommen, war den kleinen Blauen Bade- und Freizeit geschenkt, um sich vom langen Abenteuer zu erholen.

Sommerlager - Tagesberichte (Teil 2)

Schlumpfhausen liegt am Bodensee

Erfrischt vom abgekühlten See gingen die Schlümpfe wieder ihrer Arbeit nach: verschiedene Workshop-Angebote lockten wieder mitzumachen. Maultaschen und Kartoffelsalat waren ein gutes Argument, die Kreativphase für den heutigen Tag zu beenden. Die Küchenschlümpfe hatten wieder ganze Arbeit geleistet und gezeigt, dass die Feldküche mindestens fünf Sterne vorweisen müsste. Marc, Josefine und Paul Schlumpf besuchten die Meute mit ihren Kumpanen. Ein schöner Tag endete am Lagerfeuer mit Gitarre und gemeinsamen Gesang. Im Abendgebet stimmten alle in den Lobpreisung ein: "Lobe den Herrn meine Seele". Jocky Schlumpf um den es im Expuls ging, fällt auf mit seinen Geschenken. Jeder Schlumpf freut sich zuerst über seine liebevoll verpackten Geschenke. Dann aber explodiert das Präsent, was Jack mit einem Lachanfall quittiert. Freude ist ein guter Ratgeber. Aber Spaß auf Kosten anderer ist nicht fair. Wenn der Inhalt von Jokey's Geschenken ein anderer wäre, würde die Freude bleiben. Gottes Rat, so die Parallele zu den Gaben des Heiligen Geistes, wirkt wie ein Geschenk: Er passt zu mir. Er schenkt mir Freude, weil er mich auf einen guten Weg führt. Müde und erfüllt ging es in die Zelte.

Schönster Sonnenschein machte sich auch am Dienstag breit. Die Teilnehmer kletterten aus ihren Unterkünften, um nach dem Anschuggerle sich in Richtung Frühstück auf den Weg zu machen. Der Tagesimpuls im Anschluss beschäftigte sich mit der Gabe der Erkenntnis. Anders als es Beauty Schlumpf praktiziert, geht es nicht darum sich selbst zu bewundern. Die Erkenntnis lässt uns alles mit den Augen Gottes erkennen: Sie lässt uns Gottes große Liebe zu den Menschen und zu seiner ganzen Schöpfung begreifen. Ich schaue nicht nur auf mich, sondern habe den anderen im Blick. Im anschließenden Psalmgebet wurde deutlich: Gott, du kennst mich besser als alle andere Menschen. Nach einer kurzen freien Zeit durften die Schlümpfe wieder auswählen, welchen Workshop sie heute bestreiten: Figuren modelieren, Kreuze schmiergeln oder Speckstein bearbeiten, Grillstecken herstellen, Armbänder knüpfen oder Fackeln basteln. Nach ein wenig freier Zeit im Anschluss an das Mittagessen kämpften sich die Schlumpfgruppen wieder gegen Gargamel und seinen Gehilfen, um ihresgleichen zu helfen. In einzelnen Stationen mussten sie mit Wasser Schwämme abschießen, in flotter Kanufahrt einen Ball ins Kistentor werfen, im Wald gemeinsam mit den Händen Wasser weiterreichen, blind durch einen Geschicklichkeitspfad oder Wasser mit Hilfe von Schwämmen zum Eimer transportieren. Schlumpfiger Teamgeist konnte man bei allen Teilnehmern beobachten und so durften alle Schlümpfe als Belohnung für die erbrachte Leistung zum Schwimmen in den Bodensee gehen. Das heißersehnte Abendessen mit Stockbrot, Würsten und Suppe. Früh ins Bett zu kommen war Ziel des Abends, weil die letzten Tage für manchen Schlumpf doch anstrengend waren.

Sommerlager - Tagesberichte (Teil 3)

Schlumpfhausen liegt am Bodensee

Eigentlich hätte der Mittwoch in Schlumpfhausen sehr früh beginnen sollen. Geplant wäre ein Schwimmen in den Sonnenaufgang geplant gewesen. Doch der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. So nutzten die Schlümpfe die gewonnene Zeit, um den Schlaf nachzuholen. Nichtsdestotrotz blieben bei den Schlümpfe die Uhren stehen. Nach Anschuggerle, gutem Frühstück und dem Tagesimpuls "Hefty Schlumpf - die Gabe der Stärke" eilten die Kinder und Jugendlichen ihren Workshop's entgegen. Eine große Kanutour führte in Richtung Insel Mainau. Dank dem großen Engagement der Leiter und Springer, die sich im Vorfeld des Sommerlagers von der DLRG Ortsgruppe Schwenningen zu Rettungsschwimmer ausbilden ließen, konnte jedes Kanu mit einem solchen bestückt werden. Die übrigen Kinder des Schlumpfdorfes konnten ihre angefangenen Arbeiten fertigstellen oder neue beginnen: Windlichter basteln, T-Shirt's batiken oder bleichen, Origami falten oder die Fürbitten für den Taizégottesdienst am Abend vorbereiten. Nach getaner Arbeit lud die Küche zu einem makaberen, aber sehr gutem Mittagessen ein: geschnetzelter Gargamel mit Reis und Salat. Nicht nur hier zeigte sich die große Gabe an Fantasie und der Ideenreichtum der beteiligten Teams. Während und nach dem Spüldienst hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit den beliebten Candy-Shop zu besuchen, um einwenig zu naschen. Da uns die Sonne mittlerweile gut gesonnen war, nutzten alle die Gelegenheit die paar Schritte zum Bodensee zu gehen, um zu baden. Workshop's und freies Spiel füllten die restliche Zeit bis zum Abendessen, bei dem die kleinen Wichte unter anderem die schlumpfigen Ritter verspeisten. Fauli Schlumpf stellte sich beim Expuls des Abends vor: seine Lieblingsbeschäftigung ist das Schlafen. Dem gegenüber steht die Gabe der Stärke. Gott "be-stärkt" uns: Er hilft uns unsere Unsicherheiten und Ängste zu überwinden. Im anschließenden Taizégottesdienst beendeten alle Einwohner von Schlumpfhausen den Tag mit bekannten Taizé-Liedern, geistlichen Impulsen, Gebet und Stille. Als Schriftstelle bot sich das Pfingstereignis: Gottes Geist bestärkt uns, schenkt Mut und ist immer wieder erfahrbar.

Weit über den Zeltplatz der Schlümpfe war am frühen Morgen des Donnerstags das Lied "Laurentia, liebe Laurentia mein" zu vernehmen. Kam man der Gruppe der teils noch verschlafenen Lagerteilnehmer näher, konnte man die frühsportliche Aktivität der Gruppe beobachten. Nachdem die Kniebeugen zuletzt viel Kraft abverlangten, war das bereitete Frühstück eine gute Möglichkeit sich wieder zu stärken. Der Morgenimpuls beschäftigte sich mit Schlumpfine, dem einzigen weiblichen Schlumpf. Ähnlich wie die restlichen Schlümpfe eine liebevolle Beziehung zu ihr pflegen, können wir mit Gott in Verbindung treten: genau das meint das uralte Wort Frömmigkeit, das nicht mit fömmelnd oder scheinheilig verwechselt werden darf. Eine Kanutour für die Kleinen mit anschließendem Baden, Gipsmasken und Jutebeutel basteln standen den blauen Wichten als Angebote zu Wahl. Kurz vor dem Mittagessen machte der Foto-Schlumpf Valentin ein paar schöne Bilder von den Einwohnern von Schlumpfhausen. Nach den schlumpfigen Spätzle (Kässpätzle alla Tischler-Hauser) konnten die Schlümpfe ihre Mittagspause selbst gestalten bevor Badezeit und das Gemeinschaftsspiel "Quidditch" das Nachmittagsprogramm füllten. Quidditch ist eine Sportart, die Elemente aus Rugby, Handball und Dodgeball in sich vereint. Nach dem Abendessen mit Expuls über den Dichterschlumpf Poety vergnügten sich die Teilnehmer am Abendprogramm "The Best". Dabei stellten sich die Oscarträger von Schlumpfhausen heraus.

Sommerlager - Tagesbericht (Teil 4)

Schlumpfhausen liegt am Bodensee

Die Nacht zum Freitag hatte es in sich. Wie am Dienstag wurden wir überfallen, diesmal aber von drei unterschiedlichen Gruppen: Mitglieder der Schwenninger Feuerwehr, Ehemalige der KJS und der Bruder eines Zeltleiters mit seinen Freunden versuchten die Lagerfahne von Schlumpfhausen zu ergattern. Aber die Schlümpfe wären nicht die Schlümpfe, wenn sie sich das gefallen lassen hätten. Daher muss an dieser Stelle unseren Nachtwachen gedankt werden, die Nacht für Nacht in drei Schichten jeweils Ausschau gehalten hatten, dass solche Strolche wie Gargamel und seine Gefährten das Schlumpfdorf nicht eroberten.

Natürlich gab es für die gescheiterten Überfäller eine richtige schlumpfige Arbeit: fast ohne Murren spülten sie das Geschirr des gesamten Frühstücks und mussten wie sie gekommen waren das Lager zu Fuß wieder verlassen. Ob die Überfäller, die vor dem Frühstück gegangen sind ihre Schuld mit Spezi für 80 Personen abbezahlen werden, bleibt abzuwarten. Die KJS freut sich auf jeden Fall darauf. 

Nach Anschuggerle und Frühstück war wieder Gelegenheit sich in Workshops schlumpfig auszutoben: es galt den Bunten Abend vorzubereiten. Jede Gruppe plante im Geheimen ihren Beitrag und Spannung war in ganz Schlumpfhausen zu spüren. Ganz gut, dass die Küchenschlümpfe die schwere Arbeit mit dem Mittagessen abrundeten. Anschließend wurde von den Oberschlümpfen der Tagesleitung eine Mittagsruhe verordnet, damit die verkürzte Nachtruhe einwenig nachgeholt werden konnte. In ganz Schlumpfhausen wurde es eine zeitlang ganz ruhig. Der Nachmittag beschäftigte die kleinen Blauen mit ersten Aufräumarbeiten und dem Feinschlief der Abendbeiträge. Bis um 17 Uhr zum gemeinsamen Festessen geladen war. Die Küche hat sich im Aufbau und Zubereiten des kalten Buffets selbst übertroffen: Tomaten mit Mozzarella, Lachsplatte, Wassermelonensalat, Wurstsalat, Käsespieße und ein reichhaltiges Nachtischbuffet um nur einen Teil zu nennen. Auch das Mannschaftszelt mit seinen Tischen war von ein paar Wichten schlumpfig dekoriert. Es war für alle eine Freude an einem solchen Festmahl teilzunehmen. Nach letzten Vorbereitungen und dem Umbau des Mannschaftszeltes in einen Zuschauerraum mit Bühne konnte der Bunte Abend beginnen. Die beiden großen Schlümpfe der Tagesleitung begrüßten alle Schlümpfe, die sich versammelt hatten. Zuerst wurden alle Schlumpfgruppen prämiert, die an der Lagerolympiade und bei den Lagerspielen teilgenommen hatten. Jede Gruppe durfte über den grünen Teppich der rechts und links von Fakelträgern eingerahmt war nach vorne kommen, um ihren Preis entgegen zu nehmen. Im Anschluss begeisterte eine Schlumpftanzgruppe das Publikum so sehr, dass eine Zugabe selbstverständlich dazugehörte. Nicht weniger faszinierend waren die Sänger von Schlumpfhausen, die zusammen mit Beni Schlumpf an der Gitarre ihre selbst gedichteten Lieder zum Besten gaben. Eine jubelnde Menge und eine Zugabe vom feinsten, war das Ergebnis dieses beeindruckenden Vortrags. Besonders an diesem Programmpunkt war der Gesang eines Schlumpfmädchens, das zum ersten Mal vorsang. Nicht fehlen durften die Lager News, die alle Neuigkeiten der letzten Tage wild gestikulierend berichteten. Da blieb vor Lachen kein Auge trocken und manch gespielte Schußlichkeit führte dazu, dass die Hände der Nachrichtensprecher, die jeweils einem anderen Schlumpf gehörten, nicht immer das taten, was sie tun sollten. Nach einem kleinen Umbau startete die Schlumpfparty mit Discosound auf der Tanzfläche und schlumpfig gemixten Getränken. Im Anschluss daran trafen sich alle Bewohner des Zeltlagers am Lagerfeuer, um in Ruhe das Abschlussfest ausklingen zu lassen. Damit endete ein besonderer Abend in Schlumpfhausen.

Der Samstag war geprägt von Abbau, Packen und Abschied. Gleich nach dem Wecken, das diesmal eine halbe Stunde früher war, wurde von den Schlümpfen alles zusammengepackt, was in den Zelten war. Nach dem letzten Frühstück und Morgenimpuls wurde von jeder Zeltgruppe das eigene Zelt abgebaut. Je nachdem, wie schnell die einzelnen Schlumpfgruppen waren, konnten auch Manschetten und Zeltplanen geputzt werden. Unten am See war eine Hering-Putz-Station eingerichtet, die dafür sorgte, dass alle Zeltheringe wieder blitzten. Dann war es soweit, im Abschlusskreis wurde die Lagerfahne eingeholt und jeder Schlumpf nahm Abschied von seinen Schlumpfgenossen. Das Gepäck war von großen Schlümpfen schon im Anhänger verstaut, so dass die blauen Wichte ohne Mühe wieder ihren Marsch zum großen Parkplatz nach Bodman antreten konnten. Müde, aber sehr erfüllt von den letzten Tagen konnten die Eltern ihre Schützlinge wieder entgegen nehmen. Damit endete für die Teilnehmer das Sommerlager 2019. Die Küchen-, Leiter- und Springerschlümpfe, sowie einige freiwiligen Helfer hingegen hatten noch allerhand einzupacken, abzubauen, einzuladen bis sie dann gegen 17 Uhr mit sämtlichen Autos, Bussle und Anhänger gen Heimat losfahren konnten. Unterwegs noch ein kleiner Halt, um sich zu stärken, kamen alle gut in Schwenningen an. Mit letzten Kräften wurden alle Materialien von Schlumpfhausen ausgepackt und in den einzelnen Lager wieder einsortiert. Gegen 20:30 Uhr endete auch für diese fleißigen Schlümpfe das Sommerlager 2019. Mit der Feedbackrunde am Dienstag und den ersten Absprachen und Organisationsschritten nach den Sommerferien heißt es wieder: SoLa, s'got dagega!

Christi Himmelfahrt mit Flurprozession

Am Feiertag Christi Himmelfahrt, den viele im weltlichen Sinne auch als Vatertag kennen, feiern die Katholiken die Rückkehr Jesus Christus in den Himmel. Traditionell feiert dies die  Seelsorgeeinheit Neckar/Baar, mit ihren Gemeinden St. Franziskus – Mariä Himmelfahrt Schwenningen, St. Georg Mühlhausen, St. Anna Tuningen, St. Otmar Weigheim und der Kroatischen Gemeinde aus Schwenningen, mit einer Flurprozession. Hierzu trafen sich die Gläubigen in Mühlhausen und in Tuningen und machten sich zu Fuß auf den Weg nach Weigheim.

Pfarrer Michael Schuhmacher begleitete die Prozession von Mühlhausen aus und Pfarrer Andreas Schulz die Teilnehmer aus Tuningen. Der Prozession voran gingen die Ministranten mit Kreuz, Fahnen und Weihrauch, gefolgt von zahlreichen Gemeindemitgliedern, die singend und betend dem Weg folgten. An drei Stationen machte die Prozession halt und betete für Frieden, Gerechtigkeit, Schutz, Vertrauen und Sicherheit.

Im Hof des Gemeindehauses in Weigheim versammelten sich dann Alle zu einem gemeinsamen Gottesdienst im Freien. „Nicht wir wollen der Natur predigen, sondern die Natur predigt heute zu uns“, so begann Pfarrer Schuhmacher den Gottesdienst. Die Gläubigen, die bei der Prozession die Weite der Natur, die blühenden Wiesen und das aufgeregte Gezwitscher der Vögel wahrgenommen hatten, konnten diese Worte direkt nachvollziehen. So sei die Natur ein Geschenk Gottes, welches es zu bewahren gelte.

Dass der Mensch bereits auf Erden göttliche Erlebnisse haben kann, und nicht erst nach dem Tod, zeige sich in extremen Glücksgefühlen, wie das Glück beim Verliebt sein oder bei Eltern die den ersten Schrei ihres Babys hören, so Schuhmacher. „Jesus fährt heute in den Himmel auf, dies ist das Festgeheimnis dieses Tages. Zuvor hat er alles erlebt wie wir Menschen auch: Freude, Glück, Hunger, Enttäuschung, Einsamkeit, Liebe, Tod. Gott hat ihn herausgeholt vom Tod und Jesus geht uns nun voraus. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass auch wir das ewige Leben erwarten dürfen.“  

Den Gottesdienst leiteten Pfarrer Michael Schuhmacher, Pfarrer Andreas Schulz, Pfarrer Luca Lucic von der Kroatischen Gemeinde und Diakon Christian Feuerstein. Unterstützt von über 30 Ministranten bot sich den Anwesenden ein sehr feierliches Bild. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Combo 11, unter Leitung von Kirchenmusiker Peter Hirsch.

Christi Himmelfahrt ist abgeleitet aus dem lateinischen „Ascensio Domini“ was „Aufstieg des Herrn“ bedeutet. Im christlichen Glauben bezeichnet dies die Rückkehr Jesu in den Himmel, wo er seither als Sohn Gottes zur Rechten seines Vaters sitzt. Schon seit der Antike ist der Platz rechts neben dem Hausherrn für den Thronfolger oder einen Ehrengast reserviert. Gefeiert wird Christi Himmelfahrt immer 39 Tage nach dem Ostersonntag, was dem 40. Tag der Osterzeit entspricht.

Rückblick: Großer Seniorennachmittag

Der jährlich stattfindende Seniorennachmittag der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus – Mariä Himmelfahrt hatte gleich drei Höhepunkte zu bieten.

Am Sonntagnachmittag konnte Pfarrer Michael Schuhmacher zahlreiche Seniorinnen und Senioren der Gemeinde begrüßen. Eingeladen waren alle Gemeindemitglieder und deren Partner die das fünfundsiebzigste Lebensjahr erreicht hatten. Als kleines Willkommensgeschenk fanden die Anwesenden einen bunten Frühlingsstrauß der besonderen Art an den Plätzen. So bestand der bunte Strauß aus einer Sammlung volkstümlicher Lieder, optisch schön verpackt in Form eines kleinen Liederheftes. Natürlich lag es nahe, dass gleich zu Beginn das Lied „Der Mai ist gekommen“ gemeinsam gesungen wurde. Die musikalische Begleitung am Klavier übernahm Hanna Soglowek.

Anschließend konnte Pfarrer Schuhmacher sechs afrikanische Studierende begrüßen, welche sich spontan dazu bereit erklärt hatten, die Helfer beim Seniorennachmittag zu unterstützen. Zur Überraschung der Anwesenden präsentierten die jungen Leute, unter dem Klang afrikanischer Rhythmen, in einer kleinen Modenschau typische Bekleidung aus Kamerun. Unter dem Motto „Kultur näherbringen“ gab es zahlreiche Informationen zur Bedeutung der jeweiligen Kleidungsstücke. Hierbei reichte die Bandbreite von Alltagsbekleidung bis zum Abendkleid.

Nach einer Stärkung mit Kaffee, Erdbeerkuchen und Hefezopf folgte schon der nächste Höhepunkt. Siegfried Heinzmann, zweiter Vorsitzender des Heimatverein Schwenningen, erzählte in Wort und Bild Geschichten zum Schwenninger Moos. So erfuhren die Anwesenden, dass der Torfabbau von 1825 bis 1865 eine große wirtschaftliche Bedeutung hatte. Torf wurde damals abgebaut, um die umliegenden Salinen mit Brennmaterial zu versorgen. In großen Bildern zeigte Heinzmann dann das Schwenninger Moos im Jahresablauf. Neben zahlreichen Pflanzen-, Baum- und Moosarten lassen sich auch Graureiher, Kormorane, Wasserfrösche, Blesshühner oder verschiedenste Schmetterlingsarten bei einem Rundgang durch das Moos entdecken.

Musikalisch begleitet von Hanna Soglowek am Klavier und Pfarrer Schuhmacher am Mikrofon, waren im dritten Teil der Veranstaltung alle zum gemeinsamen Singen eingeladen. Zur sichtlichen Freude vieler wurden so noch zahlreiche Volkslieder gesungen.

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Pfarrer Schuhmacher vor allem bei Siegfried Heinzmann für den Vortrag, bei den afrikanischen Studierenden für ihre tatkräftige Hilfe und bei allen Anwesenden für das Kommen.

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