Jesus mit Lamm

Wohin wir auch gehen, Jesus begleitet uns

Glaube im Sonntagsgottesdienst erleben

Kirche heißt, gemeinsam Gottesdienst feiern

Gemeinde aktuell Nr. 24-25-26 als Download

Christi Himmelfahrt mit Flurprozession

Am Feiertag Christi Himmelfahrt, den viele im weltlichen Sinne auch als Vatertag kennen, feiern die Katholiken die Rückkehr Jesus Christus in den Himmel. Traditionell feiert dies die  Seelsorgeeinheit Neckar/Baar, mit ihren Gemeinden St. Franziskus – Mariä Himmelfahrt Schwenningen, St. Georg Mühlhausen, St. Anna Tuningen, St. Otmar Weigheim und der Kroatischen Gemeinde aus Schwenningen, mit einer Flurprozession. Hierzu trafen sich die Gläubigen in Mühlhausen und in Tuningen und machten sich zu Fuß auf den Weg nach Weigheim.

Pfarrer Michael Schuhmacher begleitete die Prozession von Mühlhausen aus und Pfarrer Andreas Schulz die Teilnehmer aus Tuningen. Der Prozession voran gingen die Ministranten mit Kreuz, Fahnen und Weihrauch, gefolgt von zahlreichen Gemeindemitgliedern, die singend und betend dem Weg folgten. An drei Stationen machte die Prozession halt und betete für Frieden, Gerechtigkeit, Schutz, Vertrauen und Sicherheit.

Im Hof des Gemeindehauses in Weigheim versammelten sich dann Alle zu einem gemeinsamen Gottesdienst im Freien. „Nicht wir wollen der Natur predigen, sondern die Natur predigt heute zu uns“, so begann Pfarrer Schuhmacher den Gottesdienst. Die Gläubigen, die bei der Prozession die Weite der Natur, die blühenden Wiesen und das aufgeregte Gezwitscher der Vögel wahrgenommen hatten, konnten diese Worte direkt nachvollziehen. So sei die Natur ein Geschenk Gottes, welches es zu bewahren gelte.

Dass der Mensch bereits auf Erden göttliche Erlebnisse haben kann, und nicht erst nach dem Tod, zeige sich in extremen Glücksgefühlen, wie das Glück beim Verliebt sein oder bei Eltern die den ersten Schrei ihres Babys hören, so Schuhmacher. „Jesus fährt heute in den Himmel auf, dies ist das Festgeheimnis dieses Tages. Zuvor hat er alles erlebt wie wir Menschen auch: Freude, Glück, Hunger, Enttäuschung, Einsamkeit, Liebe, Tod. Gott hat ihn herausgeholt vom Tod und Jesus geht uns nun voraus. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass auch wir das ewige Leben erwarten dürfen.“  

Den Gottesdienst leiteten Pfarrer Michael Schuhmacher, Pfarrer Andreas Schulz, Pfarrer Luca Lucic von der Kroatischen Gemeinde und Diakon Christian Feuerstein. Unterstützt von über 30 Ministranten bot sich den Anwesenden ein sehr feierliches Bild. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Combo 11, unter Leitung von Kirchenmusiker Peter Hirsch.

Christi Himmelfahrt ist abgeleitet aus dem lateinischen „Ascensio Domini“ was „Aufstieg des Herrn“ bedeutet. Im christlichen Glauben bezeichnet dies die Rückkehr Jesu in den Himmel, wo er seither als Sohn Gottes zur Rechten seines Vaters sitzt. Schon seit der Antike ist der Platz rechts neben dem Hausherrn für den Thronfolger oder einen Ehrengast reserviert. Gefeiert wird Christi Himmelfahrt immer 39 Tage nach dem Ostersonntag, was dem 40. Tag der Osterzeit entspricht.

Rückblick: Großer Seniorennachmittag

Der jährlich stattfindende Seniorennachmittag der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus – Mariä Himmelfahrt hatte gleich drei Höhepunkte zu bieten.

Am Sonntagnachmittag konnte Pfarrer Michael Schuhmacher zahlreiche Seniorinnen und Senioren der Gemeinde begrüßen. Eingeladen waren alle Gemeindemitglieder und deren Partner die das fünfundsiebzigste Lebensjahr erreicht hatten. Als kleines Willkommensgeschenk fanden die Anwesenden einen bunten Frühlingsstrauß der besonderen Art an den Plätzen. So bestand der bunte Strauß aus einer Sammlung volkstümlicher Lieder, optisch schön verpackt in Form eines kleinen Liederheftes. Natürlich lag es nahe, dass gleich zu Beginn das Lied „Der Mai ist gekommen“ gemeinsam gesungen wurde. Die musikalische Begleitung am Klavier übernahm Hanna Soglowek.

Anschließend konnte Pfarrer Schuhmacher sechs afrikanische Studierende begrüßen, welche sich spontan dazu bereit erklärt hatten, die Helfer beim Seniorennachmittag zu unterstützen. Zur Überraschung der Anwesenden präsentierten die jungen Leute, unter dem Klang afrikanischer Rhythmen, in einer kleinen Modenschau typische Bekleidung aus Kamerun. Unter dem Motto „Kultur näherbringen“ gab es zahlreiche Informationen zur Bedeutung der jeweiligen Kleidungsstücke. Hierbei reichte die Bandbreite von Alltagsbekleidung bis zum Abendkleid.

Nach einer Stärkung mit Kaffee, Erdbeerkuchen und Hefezopf folgte schon der nächste Höhepunkt. Siegfried Heinzmann, zweiter Vorsitzender des Heimatverein Schwenningen, erzählte in Wort und Bild Geschichten zum Schwenninger Moos. So erfuhren die Anwesenden, dass der Torfabbau von 1825 bis 1865 eine große wirtschaftliche Bedeutung hatte. Torf wurde damals abgebaut, um die umliegenden Salinen mit Brennmaterial zu versorgen. In großen Bildern zeigte Heinzmann dann das Schwenninger Moos im Jahresablauf. Neben zahlreichen Pflanzen-, Baum- und Moosarten lassen sich auch Graureiher, Kormorane, Wasserfrösche, Blesshühner oder verschiedenste Schmetterlingsarten bei einem Rundgang durch das Moos entdecken.

Musikalisch begleitet von Hanna Soglowek am Klavier und Pfarrer Schuhmacher am Mikrofon, waren im dritten Teil der Veranstaltung alle zum gemeinsamen Singen eingeladen. Zur sichtlichen Freude vieler wurden so noch zahlreiche Volkslieder gesungen.

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Pfarrer Schuhmacher vor allem bei Siegfried Heinzmann für den Vortrag, bei den afrikanischen Studierenden für ihre tatkräftige Hilfe und bei allen Anwesenden für das Kommen.

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